
Burgos, Carmen de
10. Dezember 1867, Rodalquilar (Spanien) - 9. Oktober 1932, Madrid (Spanien)
Carmen de Burgos zählt als erste professionelle Journalistin Spaniens und bedeutende Feministin zur Generation von 98. Unter dem Pseudonym Colombine verfasste sie ab 1903 im Diario Universal die wegweisende Kolumne Lecturas para la mujer, in der sie vehement für die Rechte der Frauen eintrat. Nach vielen Reisen durch Europa (1905) und der Aufnahme in die Asociación de la Prensa de Madrid (1907) berichtete sie 1909 als erste spanische Kriegskorrespondentin aus Melilla, wo sie den Krieg scharf kritisierte. Sie gründete 1908 die Alianza Hispano-Israelí und führte 1921 die erste Frauenstimmrechts-Demonstration Madrids an. Ihre zwanzigjährige Lebens- und Schaffensgemeinschaft mit Ramón Gómez de la Serna prägte die literarische Avantgarde. Als überzeugte Republikanerin begrüßte sie 1931 die Republik und deren Reformen. Ihr Werk fiel nach 1939 der franquistischen Zensur zum Opfer.
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