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Aron, Nele

Die Illustratorin und Comic-Zeichnerin lebt und arbeitet zwischen Frankreich und Deutschland. Sie war 1998 freiberuflich als bildende Künstlerin in Berlin tätig. Seitdem hatte sie zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und  Ausland. Schwerpunkt ihrer künstlerischen Tätigkeit sind Illustrationen für Kinderbücher und Belletistik, in denen das grafische Erzählen im Mittelpunkt steht.

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Balzac, Honoré de

Honoré de Balzac wurde am 20. Mai 1799 als Sohn eines leitenden Verwaltungsbeamten in Tours geboren, nach Jurastudium und erfolglosen Versuchen als Dramatiker und Romancier hielt er sich als Verleger und Drucker über Wasser, bis sein extrovertierter Lebensstil ihn zur Verschuldung führte. Die Menschliche Komödie, sein Lebenswerk, konnte er nicht mehr vollenden. Nur 91 der geplanten 137 Romane und Erzählungen vermochte er bis zu seinem Tode am 18. August 1850 fertigzustellen. Balzac verkörpert wie kein anderer Autor den Literaturbetrieb der Restaurationszeit in Frankreich.

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Bierce, Ambrose

Ambrose Gwinnett Bierce (1842-1914) war das zehnte von dreizehn Kindern. Als 15-jähriger lief er von Zuhause weg, nahm auf der Seite der Union am Bürgerkrieg teil und zeichnete sich durch Tapferkeit aus. Berühmt wurde er als Journalist. Neben seinem sarkastischen Werk The Devil's Dictionary (1906) beruht Bierces Anerkennung vor allem auf zwei Sammelbänden: Tales of Soldiers and Civilians (1892) und Can Such Things Be? (1893). Mit 70 Jahren unternahm Bierce eine Reise nach Mexiko, mitten in die Revolution, wo sich seine Spur im Gefolge von Pancho Villa für immer verlor.

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Dadati, Gabriele

Gabriele Dadati wurde 1982 in Piacenza geboren. Er hat Kurzgeschichten in Anthologien von Stampa Alternativa, Addictions, Nuova dimensione und in Zeitschriften wie "Palazzo Sanvitale" und "Fernandel" veröffentlicht. Er beschäftigt sich mit zeitgenössischer Kunst und hat verschiedene Ausstellungskataloge herausgegeben. Sein erstes Buch mit Kurzgeschichten "Sorvegliato dai fantasmi" veröffentlichte er 2006, das kürzlich vom Barbera Verlag neu aufgelegt wurde.

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Erckmann-Chatrian

Emile Erckmann (1822- 1899) und Alexandre Chatrian (1826-1890) bildeten während vieler Jahrzehnte ein bekanntes Duo, das unter dem Namen Erckmann-Chatrian Berühmtheit erlangte. Gebürtig in Lothringen, begannen sie ihre kongeniale Zusammenarbeit während des Studiums. Erste Erfolge erzielten Erckmann-Chatrian Anfang der 1860er Jahre mit phantastischen Erzählungen wie Requiem du corbeau (1856), Le Cabaliste Hans Weinland (1860) und der Kurzroman Hugues-le-Loup (1860). Ab 1885 entzweiten sich die beiden zunehmend wegen Urheberrechts- und  Honorarangelegenheiten. 

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Hennings, Emmy

Emma Maria Ball-Hennings, 1885 in Flensburg geboren, 1948 in Sorengo bei Lugano gestorben, gehört zu den Initiatoren des Dadaismus. Die Dichterin, Sängerin, Kabarettistin und Mitbegründerin des Cabaret Voltaire war Schauspielerin in einer Wandertruppe, Diseuse, Äthersüchtige und überzeugte Kirchgängerin. Die widersprüchliche Radikalität dieser Autorin offenbart sich am deutlichsten in ihren Gedichten. Zu ihren wichtigsten Werken gehören Die letzte Freude (1913), Gefängnis (1919), Das Brandmal  (1920), Helle Nacht (1922) und Das ewige Lied  (1923).

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Hisajo, Sugita

Sugita Hisajo wurde durch ihre Veröffentlichungen in der Literaturzeitschrift Hototogisu  bekannt. Ihr gesamtes Leben widmete sie der Kalligraphie und der Haiku Dichtung. Wenige Jahre nach ihrem Erfolg wird Sugita Hisajo, ohne ersichtlichen Grund, aus der Hototogisu-Gruppe ausgeschlossen. Ihre Ehekrisen verstärken sich. Die Nahrungsmittelknappheit nach dem Pazifikkrieg und die damit einhergehende Mangelernährung verschlimmerten ihre Nierenkrankheit. Sie starb im Alter von nur 57 Jahren, am 21. Januar 1946 im Sanatorium in Dazaifu. 

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Janstein, Elisabeth

Elisabeth Jenny Janeczek wurde am 19. Oktober 1893 in Iglau, Österreich-Ungarn geboren. Nach dem Schulbesuch arbeitete sie als Postaspirantin und Telefonistin. 1919 veröffentlichte sie ihren ersten Lyrikband und war später als Journalistin unter dem Namen Elisabeth Janstein bei der deutschsprachigen Tageszeitung Prager Tagblatt tätig. Sie schrieb in Wien für die Neue Freie Presse und ging als Korrespondentin nach Paris. Beim Einmarsch der Deutschen konnte sie 1940 nach England fliehen und siedelte sich in Winchcombe an. Dort starb Janstein, die seit ihrer Kindheit an Leber- und Gallenkomplikatonen litt, am 31. Dezember 1944 nach einer erfolglosen Operation.  

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Kolmar, Gertrud

Gertrud Käthe Chodziesner, geboren am 10.12.1894 in Berlin, war als Erzieherin in einem Kindergarten tätig. 1917 erschien ihr erster Gedichtband unter dem Pseudonym Gertrud Kolmar. Ihr drittes Lyrikbuch Die Frau und die Tiere wurde nach der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 verramscht. Im November 1938 wird die Familie zum Verkauf des gemeinsamen Hauses gezwungen. Von Juli 1941 an leistete sie Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie. Ihr Vater wurde im September 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und starb dort im Februar 1943. Gertrud Kolmar wurde am 2. März ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert und dort ermordet.

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Lee, Vernon

Vernon Lee (Violet Paget) wurde am 14 Oktober 1856 in Boulogne-sur-Mer geboren. Bereits im Alter von 13 Jahren veröffentlichte sie ihre erste Erzählung. Ab den späten 1880er Jahren verfasste die Schriftstellerin Geistergeschichten und Romane, unter anderen A Phantom Lover, Amour Dure und Prince Alberic and the Snake Lady, und zeichnete sich durch ihren Einsatz für den Frieden und den Feminismus, sowie durch ihre wenig "britische Art" Kritik zu üben, besonders aus. Sie starb am 13. Februar 1935 in Florenz; das Erleben des 2. Weltkrieges und des Sturzes der westeuropäischen Kultur in die Barbarei blieben ihr erspart.

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Musil, Robert

Robert Musil wurde am 6. November 1880 in Klagenfurt, Österreich geboren, studierte sowohl Maschinenbau als auch Philosophie und Psychologie und promovierte mit einer Dissertation über das Thema "Beitrag zur Beurteilung der Lehren Machs". Eine Habilitation lehnte er zu Gunsten seiner schriftstellerischen Tätigkeit ab. Während Musil an der bevorstehenden Veröffentlichung zu Der Mann ohne Eigenschaften arbeitete, machte der Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich im März 1938 die Lage für das Ehepaar Musil in Wien unhaltbar. Sie zogen im August 1938 nach Genf ins Exil, wo der Schriftsteller am 15. April 1942 an einem „Hirninfarkt“ starb.

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Rheinhardt, E. A.

Emil Alphons Rheinhardt, geboren am 4. 4. 1889 in Wien, studierte dort Medizin und arbeitete zunächst als Arzt und Psychoanalytiker. Seine ersten Gedichte erschienen 1913 unter dem Titel Stunden und Schicksale. 1922 bis 1926 war Rheinhardt als Lektor und Übersetzer tätig. Er errang mit historischen Romanen einen beachtlichen Erfolg. Nach 1926 lebte er in Italien, ab 1928 in Südfrankreich, wo er 1940 interniert wurde. Nach seiner Entlassung wurde Rheinhardt aufgrund vermeintlicher Kontakte zu französischen Kommunisten verhaftet. Im KZ Dachau, wohin er 1944 deportiert wurde, erlag er am 25.2.1945 dem Fleckfieber.

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Rubiner, Ludwig

Der Sohn eines Unterhaltungsschriftstellers ostjüdischer Herkunft studierte von 1902 bis 1906 in Berlin Musikwissenschaften, Kunst-geschichte, Philosophie und Germanistik. Erste Gedichte publizierte er in der anarchistisch-antimilitaristischen Zeitschrift »Kampf«. 1909 reiste er nach Russland, 1912 ging er nach Paris; 1915 musste er Frankreich verlassen und flüchtete als radikaler Kriegsgegner in die Schweiz, wo er für die »Neue Zürcher Zeitung« schrieb und 1917-18 die Exilzeitschrift »Zeit-Echo« herausgab. Seine Idealisierung der russischen Revolution führte Ende 1918 zur Ausweisung aus der Schweiz. In Berlin war er 1919 an der Gründung des »Proletarischen Theaters« beteiligt, dort starb Rubine am 27. Februar 1920 infolge einer Lungenkrankheit.

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Shiki, Masaoka

Über 20000 Haiku, 3000 Tanka, 900 Kanshi und zahlreiche literarische Essays schrieb Masaoka Shiki (1867-1902) bis zu seinem Tod. Bereits zu  seiner Studienzeit begann er Gedichte zu verfassen. Im Ersten Japanisch-Chinesischen Krieg war er ab April 1895 als Korrespondent in Lüshun tätig. Während der Heimfahrt bekam er den Bluthusten und musste behandelt werden. Im Januar 1897 gründete er die Zeitschrift Hototogisu. Er reformierte sowohl das Haiku als auch das Tanka und gab ihnen ihre heutigen Namen. Shiki zählt neben Basho, Issa und Buson zu den einflussreichsten Gestalten in der japanischen Lyrik.

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Staël, Madame de

Anne Louise Germaine de Staël-Holstein wurde am 22. April 1766 in Paris geboren und starb dort am 14. Juli 1817. Als Tochter des Bankiers Jacques Necker, heiratete sie 1789 den schwedischen Gesandten in Paris und wurde so Baronesse de Staël. Zunächst sympathisierte de Staël mit der Französischen Revolution. Als der Terror ausbricht, verhilft sie Freunden und Feinden zur Flucht. 1803 wurde sie von Napoleon gezwungen, Frankreich zu verlassen. Zu ihren bekanntesten Werken gehören Delphine (1802), Corinne ou l' Italie (1807), De l' Allemagne (1813) und Considérations sur la Révolution française (1818).

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Tastu, Amable

Die Poesie von Amable Tastu, die 1798 als Sabine Casimire Amable Voïart in Metz, Frankreich, geboren wurde, wird als zart, sentimental, anspruchsvoll und erhebend beschrieben. Sie war besonders versiert im Schreiben elegischer Gedichte, schrieb aber auch Kindergeschichten, pädagogische Texte und Literaturkritik und übersetzte 1835 Robinson Crusoe ins Französische. Ihre Lyrik führte zu ihrer Freundschaft mit Adelaïde de Dufrénoy, als Tastus "Le Narcisse" (Der Narziss) 1816 im Mercure de France veröffentlicht wurde. Tastu arbeitete im Buchhandel, um ihre Familie zu unterstützen, nachdem ihr Mann finanzielle Probleme mit seiner Druckerei hatte. Nach seinem Tod reiste sie mit ihrem Sohn, einem Diplomaten, nach Zypern, Bagdad, Belgrad und Alexandria. Als ihre Sehkraft nachzulassen begann, kehrte sie 1864 nach Frankreich zurück. Sie starb im Jahr 1885.

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Unamuno, Miguel de

Miguel de Unamuno y Jugo (* 29. September 1864 in Bilbao † 31. Dezember 1936 in Salamanca) war ein spanischer Philosoph und Schriftsteller. Er studierte an der Universität Madrid und wurde später Professor für Geschichte und Rektor an der Universität Salamanca. Während der Zeit als Professor schrieb er nicht nur wissenschaftliche Abhandlungen, sondern bediente sich zahlreicher literarischer Darstellungsformen wie der Lyrik, dem Essay, dem Roman, der Novelle und der Erzählung. Wegen seiner unliebsamen politischen Äußerungen wurde er mehrmals von seinem Posten entfernt und lebte einige Jahre in der Verbannung auf den Kanarischen Inseln und im französischen Exil. 

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Ball, Hugo

1886 in Pirmasens geboren, lernte er Schauspiel am Deutschen Theater in Berlin. Er pendelte sein Leben lang zwischen Theater und literarischem Schaffen und war Mitarbeiter im Feuilleton namhafter Zeitschriften. Im Mai 1915 emigrierte er mit seiner Frau Emmy Hennings in die Schweiz. Beide traten als Künstlerpaar in Variétés auf. 1916 wird "Dada" erstmals im Programmheft des Cabaret Voltaire erwähnt. Im selben Jahr trug er seine berühmten Lautgedichte vor. Seit seinem Umzug ins Tessin verband ihn eine enge Freundschaft mit Herrmann Hesse. Er starb 1927 an Magenkrebs.

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Basho, Matsuo

1644 in Akasaka geboren, gilt als Mitbegründer der japanischen Versform Haiku. Seine Gedichte spiegeln die Einfachheit seiner meditativen Lebensweise wider. Er versah viele seiner Verse mit einer mystischen Qualität und versuchte, die großen, weltbewegenden Themen durch einfache Naturbilder auszudrücken. Anstatt die für ihn vorgesehene militärische Laufbahn einzuschlagen, wurde er ein Wanderer, der den Weg und die Geschichte des Zen studierte und sich der klassischen chinesischen Poesie zuwandte. Basho starb am 28. November in Osaka.

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Buson, Yosa

Yosa Buson wurde 1716 in Naniwa geboren. Etwa im Alter von 20 Jahren kam er ins heutige Tokio und lernte die Dichtkunst unter der Anleitung von Hayano Hajin. 1777 erschien Yahanraku. Wegweisend sind das Shumpu-batei-Kyoku ("Die Weise vom Pferdedeich im Frühlingswind"), das Denga-Ka  ("Das Lied vom Trägen Fluß") und das Hokku  ("Die alte Nachtigall"), in denen Buson Neues mit Traditionellem und Chinesisches mit Japanischem verbindet. Auch als Literatenmaler machte er sich einen Namen. Seine Lebenssuche galt der "Abkehr" vom Gewöhnlichen. Yosa Buson starb 1784 in Kioto.

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Dickens, Charles

Charles John Huffam Dickens wurde am 7. Februar 1812 in Landport, England geboren und starb am 9. Juni 1870. Bedingt durch die ärmlichen Verhältnisse seines Elternhauses, musste Dickens bereits als Kind in London in einer Lagerhalle aushelfen, um seine Familie miternähren zu können. Während seiner beruflichen Jahre steigt Dickens zu einem anerkannten Journalisten und eigenständigen Herausgeber der Zeitung Daily News auf. Dickens ist einer der meistgelesenen Schriftsteller der englischen Literatur. Zu seinen wichtigsten Werken zählen Oliver Twist (1837), A Christmas Carol (1843), David Copperfield (1849), Tale of Two Cities (1859) und Great Expectations  (1860–1861).

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Fenimore Woolson, Constance

Ihren ersten Roman veröffentlichte sie im Alter von 40 Jahren. Die Großnichte von James Fenimore Cooper begann ihre schriftstellerische Karriere nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 1869. Nachdem auch ihre Mutter verstorben war, wanderte sie nach England aus. Dort veröffentlichte sie mehrere Romane, u.a. Rodman the Keeper (1880), Anne  (1881), For the Major (1883), sowie Castle Nowhere: Lake-Country Sketches (1886). Ihre Beziehung zu Henry James blieb so rätselhaft wie die genauen Umstände ihres Todes: Sie stürzte aus dem Fenster ihrer im vierten Stock gelegenen Wohnung in Venedig.

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Hoddis, Jakob van

Jakob van Hoddis (Geburtsname Hans Davidsohn) am 16. Mai 1887 als Sohn eines jüdischen Sanitärrats in Berlin geboren, studierte er in München, Jena und Berlin zuerst Architektur, dann Griechisch und Philosophie. 1909 nahm er sein Pseudonym an; im selben Jahr gründete er mit anderen den »Neuen Club«, die Keimzelle des literarischen Expressionismus. 1914 diagnostizierte man ihm Schi-zophrenie. Er lebte fortan in Sanatorien und Heilanstalten oder in privater Pflege. 1933 wurde er in der einzigen jüdischen Heilanstalt in Sayn bei Koblenz interniert und von dort nach Polen deportiert, wo er, höchstwahrscheinlich, im Vernichtungslager Sobibór, im Mai oder Juni desselben Jahres, im Alter von 55 Jahren ermordet wurde.

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Issa, Kobayashi

Kobayashi Issa (1763-1827) zählt zu den "Großen Vier" der japanischen Haiku-Dichtkunst. Mit 25 Jahren begann er Haikus zu schreiben. Zahlreiche Schicksalsschläge prägten ihn nachhaltig, unter anderem der Verlust seiner Frau und mehrerer Kinder. Erst später konnte er seine Lebensumstände mit dem Antritt einer kleinen Erbschaft etwas aufbessern. Er wird zeit seines Lebens seine Armut nicht los, also thematisiert er sie. Dabei ist nirgendwo auch nur der kleinste Ansatz von Verbitterung oder Traurigkeit zu erkennen. Fröhlichkeit und Zufriedenheit bestimmen Issas Werke.

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Kafka, Franz

Geboren am 3. Juli 1883 in Prag, Franz Kafka war der Sohn eines wohlhabenden jüdischen Kaufmanns. 1901-1906 studierte er Germanistik und Jura in Prag. Sein Verhältnis zu Frauen war schwierig: zweimal hatte er sich 1914 verlobt und das Verlöbnis wieder gelöst; 1917 erkrankte er an Tuberkulose, was ihn 1922 zur Aufgabe seines Berufes zwang. Von 1923 an, lebte er als freier Schriftsteller in Berlin und Wien, zuletzt im Sanatorium Kierlang bei Wien, wo er am 3. Juni 1924 an Kehlkopftuberkulose starb.  

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Lasker-Schüler, Else

Else Lasker-Schüler gilt als eine der bedeutendsten Autorinnen der Moderne. Geboren 1869 in Wuppertal, zieht sie nach ihrer Heirat 1894 nach Berlin und absolviert dort eine zeichnerische Ausbildung. 1903 lässt sie sich scheiden und heiratet noch im selben Jahr den Schriftsteller Georg Lewin. 1911 erscheint der Gedichtband Meine Wunder, der sie deutschlandweit bekannt macht. Die zweite Scheidung 1912 und der Tod des einzigen Sohnes Paul 1927 stürzen die Autorin in eine Krise. Nach tätlichen Angriffen 1933, emigriert sie in die Schweiz; 1938 wird ihr die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. 1939 reist sie nach Palästina und stirbt nach einem Herzanfall am 22.Januar 1945 in Jerusalem.  

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Mansfield, Katherine

Kathleen Mansfield Beauchamp wird als eine der Wegbereiterinnen der modernen englischen short story betrachtet. Geboren am 14. Oktober 1888 in Wellington, verlässt 1903 ihre Heimat, geht nach London und mischt sich unter die literarische Bohème. Sie hat Beziehungen zu Männern und Frauen; nach einer Fehlgeburt und dem Scheitern einer Ehe wird ihr 1917 Tuberkulose diagnostiziert.  Den Rest ihres Lebens verbringt die Autorin auf der Suche nach Heilung  in Südfrankreich, Italien und der Schweiz. Sie stirbt 1923, erst 34 Jahre alt, in Fontainebleau.

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Pinar, Florencia

Über das genaue Datum und den  Geburtsort von Florencia Pinar ist wenig bekannt, aber es wird vermutet, dass sie in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts lebte und dass sie eine Hofdame der Katholischen Könige gewesen sei, was durch die Tatsache belegt wird, dass sie eine der wenigen weiblichen Autorinnen des Cancionero General  ist. Erst in den 1980er Jahren wird Florencia Pinar als Autorin des ausgehenden spanischen Mittelalters wahrgenommen. Bekannt wurde sie vornehmlich wegen ihrer bildhaften Sprache und das ihr eigene Konzept von Dichotomie der Liebe als Ausdruck der Schwermut und der Hingabe.

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Renan, Ernest

Renan wurde am 27. Februar 1823 in Tréguier (Côtes-du-Nord) geboren.
Er wurde ausgebildet, um zum katholischen Priester geweiht zu werden, brach aber schließlich mit der Kirche.
Sein Buch Leben Jesu (1863), der erste Teil seiner Geschichte der Ursprünge des Christentums (1863-1883), löste in Frankreich wegen seiner heterodoxen Sichtweise große Kontroversen aus.
Im Jahr 1878 wurde er in die Französische Akademie aufgenommen und 1883 zum Direktor des Collège de France ernannt, ein Amt, das er bis zu seinem Tod innehatte.
Unter seinen zahlreichen Werken sind die folgenden hervorzuheben: Erinnerungen an Kindheit und Jugend (1883), und Geschichte des Volkes Israel (1887-1893).
Ernest Renan starb am 12. Oktober 1892 in Paris.

Sophie Feodorowna de Segur, 1799-18749 C

Ségur, Comtesse de

Sofia Fiodorovna Rostoptchina, die spätere Comtesse de Ségur, wurde 1799 in Sankt Petersburg geboren. Tochter eines russischen Generals zog sie mit ihrer gesamten Familie 1816 nach Paris, wo sie 1819 den Grafen Eugène de Ségur heiratete, mit dem sie acht Kinder bekam. Die meisten ihrer 20 Kinderromane und Märchensammlungen entstanden im fortgeschrittenen Alter, zwischen 1856 und 1871. Ihre Kinderromane verfasste sie ursprünglich zur moralischen Erziehung ihrer zahlreichen Enkel. Mit dem Verkauf sicherte sie das finanzielle Wohlergehen der Familie. Sie starb am 31. Januar 1874 in Paris.

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Stadler, Ernst

Geboren am 11.8.1883 in Colmar, wuchs seit 1886 in Straßburg auf. Bereits als 17jähriger veröffentlichte Stadler Gedichte und nahm an Treffen des Kunstkreises "Jüngstes Elsaß" teil. Nach der Promotion in Germanistik und Romanistik ging er als Stipendiat nach Oxford, wo seine Habilitationsschrift Wielands Shakespeare entstand. Im Herbst 1913 stimmte er einer Berufung als "Associate Professor" nach Toronto zu; seine Dozentur sollte Ende September 1914 beginnen. Gleich zu Anfang des Ersten Weltkrieges wurde er jedoch einberufen und fiel nach drei Monaten bei Zandvoorde in Flandern.

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Stevenson, Robert Louis

Robert Louis Balfour Stevenson wurde 1850 in Edinburgh geboren. Sein Leben lang litt er unter Tuberkulose und starb mit nur 44 Jahren in Vailima, Samoa. Trotz seiner Zulassung als Anwalt widmete er sich ausschließlich dem Schreiben. Stevenson verfasste zahlreiche Werke, darunter Reiseerzählungen, Abenteuerliteratur, historische Romane, Lyrik und Essays. Mit dem Jugendbuchklassiker Die Schatzinsel wurde er weltberühmt. Er ist auch der Verfasser von Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde (1886), Der Master von Ballantrae (1889) und St. Ives (1898). 

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Tucholsky, Kurt

Kurt Tucholsky, am 9. Januar 1890 in Berlin geboren, schrieb schon in seiner Schulzeit und während des Jurastudiums für Ulk, die Beilage des Berliner Tageblatts, und für das SPD-Parteiorgan Vorwärts, wurde  Soldat im I. Weltkrieg und arbeitete 1924-29 in Paris als Korrespondent der Weltbühne und der Vossischen Zeitung; 1929 emigrierte er nach Schweden, 1933 wurde er aus dem Deutschen Reich ausgebürgert und seine Bücher wurden verbrannt. Tucholsky starb am 21. Dezember 1935 in Hindås bei Göteborg, vermutlich nahm er sich das Leben.

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Weissmann, Maria Luise

Maria Luise Weissmann, 1899 in Schweinfurt geboren, üersiedelte sie während des ersten Weltkrieges nach Nürnberg. Ihre ersten literarischen Veröffentlichungen erschienen 1918 im »Fränkischen Kurier« (auch unter dem Pseudonym M. Wels). Sie war Sekretärin des Nürnberger »Literari-schen Bundes«. Seit 1919/20 Mitarbeiterin des Verlages Oskar Schloss in München. Im Juni 1922 heiratete sie den Münchner Verleger Heinrich F. S. Bachmair, mit dem sie ab-wechselnd in Pasing, Dresden und München lebte. Sie starb 1929 an den Folgen einer schweren Angina.