
Noailles, Anna de
15. November 1876, Paris (Frankreich) - 30. April 1933, Paris (Frankreich)
Anna de Noailles, geboren als Anna Elisabeth Bassaraba de Brancovan am 15. November 1876 in Paris, entstammte einer wohlhabenden Familie. Ihr Vater, Grégoire Bibesco, war ein rumänischer Adliger, ihre Mutter Ralouka Musurus eine griechischstämmige Pianistin. Aufgewachsen in einer multikulturellen Umgebung, erhielt sie eine umfassende sprachliche und künstlerische Ausbildung. 1897 heiratete sie Mathieu de Noailles, mit dem sie einen Sohn, Anne Jules, hatte. Als zentrale Figur des Pariser Kulturlebens führte sie einen literarischen Salon, der Größen wie Marcel Proust, Colette und André Gide anzog. Ihre lyrischen Werke, darunter Le Cœur innombrable (1901) und Les Éblouissements (1907), thematisierten Natur, Liebe und Vergänglichkeit. 1904 initiierte sie den Prix Vie Heureuse (später Prix Femina), um literarische Werke unabhängig vom Geschlecht zu würdigen. Als erste Frau wurde sie 1931 zum Komtur der Ehrenlegion ernannt und war Mitglied der Académie royale de langue et de littérature françaises de Belgique. Sie starb am 30. April 1933 in Paris. Ihr Werk beeinflusste die französische Literatur des 20. Jahrhunderts.
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