
Saigyō
1118, Kyōto (Japan) - 1190 (Japan)
Saigyō war ein japanischer Dichter und buddhistischer Mönch der späten Heian- und frühen Kamakura-Zeit. Er wurde als Satō Norikiyo in eine Familie des Kriegeradels geboren und diente zunächst am kaiserlichen Hof. Um 1140 gab er seine weltliche Laufbahn auf und trat in das buddhistische Mönchsleben ein. In der Folge unternahm er zahlreiche Reisen durch Japan, die sein literarisches Schaffen maßgeblich prägten.
Er verfasste Gedichte im traditionellen Waka-Format, die sich durch eine schlichte Sprache und eine intensive Auseinandersetzung mit Natur, Einsamkeit, Vergänglichkeit und buddhistischer Spiritualität auszeichnen. Seine Gedichtsammlung Sankashū („Sammlung aus der Berghütte“) gehört zu seinen wichtigsten Werken. Zahlreiche seiner Gedichte wurden in kaiserliche Anthologien aufgenommen, darunter das Shin Kokin Wakashū. Saigyō gilt als einer der bedeutenden Lyriker der japanischen Vormoderne und beeinflusste spätere Dichter wie Matsuo Bashō.
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