Der grüne Hut ist ein Roman der Stimmung – ein funkelndes, dunkles, modernes Werk über Liebe, Lüge und sexuelle Freiheit in einer aus den Fugen geratenen Welt.
1924: Während Thomas Mann in seinem Zauberberg das Bildungsbürgertum zur Bestandsaufnahme rief und E. M. Forster mit A Passage to India einen Abgesang auf das britische Empire anstimmte, schrieb Michael Arlen seinen Bestseller in nur wenigen Monaten im Haus seiner Eltern in Manchester und schuf damit den Archetypen der 1920er-Jahre: die unabhängige Frau, die im eigenen Auto durch die Nacht rast und sich über alle Konventionen hinwegsetzt. Nancy Cunard, die schillernde Muse der Londoner Bohème, stand Pate für Iris Storm; ihre Biographie – gescheiterte Ehen, Krankheit, exzessive Liebesbeziehungen – floss direkt in den Roman ein.
Arlens Gesicht zierte 1927 das Titelblatt des Time-Magazins und die New York Times Book Review lobte eindringlich sein Werk. Sein Stil wurde kopiert, sein Name zum Modetrend für Neugeborene. Doch der Ruhm verblasste, und nur die Vorurteile blieben. Der "armenische Einwanderer, der sich als der ultimative Engländer neu erfand", wurde aus dem Kanon gedrängt, während Autoren wie Hemingway und Fitzgerald, die stark von seinem Stil beeinflusst wurden, im Olymp blieben. In den 30er Jahren schrieb Arlen ein paar Bücher – erfolglos – danach keine weiteren. Er hatte das Urteil der Zeit mit recht rührender Galanterie akzeptiert: "Ich habe die Zuneigung meiner Frau, die Toleranz meiner Kinder und die Freundschaft der Oberkellner", sagte er gern. "Was brauche ich mehr?"
Die Melancholie des Privilegs hat eine nachhallende Wirkung.
Der grüne Hut
"Die größte Liebesgeschichte seit Romeo und Julia." Charlie Chaplin
"Der grüne Hut trug den Untertitel Eine Romanze für ein neue Generation. Darin schuf Arlen einen neuen Typ von Heldin. Seine Iris March war eine moderne Frau, die Männern auf eigenem Terrain begegnete, anstatt sich hinter der Etikette der Weiblichkeit zu verschanzen." The New York Times
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